Alltagshelden
Alltag und Helden passen in meinem Kopf überhaupt nicht zusammen. Alltag und Helden sind so gegensätzlich, entweder denke ich an öden Alltag oder phänomenale Helden. Ein grauer Alltag ist nicht gerade das, was attraktiv ist, was ich mir für mein Leben wünsche. Ein Held zu sein, da liegt die Messlatte so hoch, das brauch ich erst gar nicht zu versuchen, jedenfalls wenn ich an Helden denke wie Jackie Chan, Roger Federer, Super(wo)man, Paulus, Moses und wie sie alle heissen.
Auf der Spurensuche, was einen Alltagshelden ausmacht, entdecke ich, Alltagshelden sind ganz normale Menschen, die lernen, so zu sein, wie Gott sie sich gedacht hat. Menschen, die mit Gottes Kraft und der Ergänzung von Mitmenschen Visionen in die Tat umsetzen. Die auch in den schwierigen Zeiten Gottes Nähe suchen. Die am Ziel trotz allem – selbst wenn da nur noch ein Strohhalm ist – festhalten. Alltagshelden sind Menschen, die sich in Gottes Hand fallen lassen und bereit sind, die Konsequenzen ihres Handelns zu tragen. Alltagshelden sind Menschen, denen bewusst ist, ohne Gott bin ich nichts. Es sind Menschen, die vergeben, sich entschuldigen, die an mehr glauben als an ihre eigenen Stärken und Schwächen.
Wandelt würdig, mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut, einander in Liebe ertragend!
Epheserbrief 4,2.
So ein Altagsheld möchte ich werden!
Erna Aubert
Co-Pastorin Bereich
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